Mythen sind gefährlich.

Denn mit falschen Informationen legen wir uns selbst Steine in den Weg, ohne es überhaupt zu wissen.

Das ist fatal.

Denn damit sinken unsere Chancen, unser Vorhaben erfolgreich abzuschließen enorm. Und am Ende schieben wir es auf die Umstände oder andere externen Faktoren, die wir nicht beeinflussen können…

Dabei liegt das wahre Problem darin, dass wir aufgrund von falschen Informationen falsch gehandelt haben

… und damit (ohne es zu wissen!) selbst für den Fehlschlag verantwortlich sind.

Das Gefährliche an den Halbwahrheiten ist, dass immer die falsche Hälfte geglaubt wird.

– Hans Krailsheimer

Doch das muss nicht sein.

Mit den richtigen Informationen können wir die richtigen Entscheidungen treffen und richtig handeln. Und damit richtig gute Ergebnisse erzielen!

In diesem Artikel geht es um die 7 gängigsten Mythen rund um das Thema 30 Tage Challenges.

Du erfährst:

  • … warum es große Unterschiede zwischen den einzelnen Challenges gibt.
  • … was die typischen Probleme mancher Challenges sind.
  • … warum es nicht die Aufgabe einer 30 Tage Challenge ist, extreme Ergebnisse in kürzester Zeit zu erzielen.
  • … warum es nicht das Ziel einer 30 Tage Challenge ist, diese erfolgreich abzuschließen.
  • … warum es ein Trugschluss ist, dass Challenges schwer sein müssen.
  • … warum Challenges Spaß machen sollten.
  • … warum Du nicht möglichst viel auf einmal ändern solltest.
  • … was Dir Dein Körper verraten kann.
  • … warum es unklug ist, möglichst vielen Menschen von seinem Vorhaben zu erzählen.

Lesezeit: 10 Minuten

 

30 Tage Challenge ≠ 30 Tage Challenge

Auch wenn die Namen ähnlich sein mögen. Das heißt noch lange nicht, dass die Challenges an sich ähnlich sein müssen. Denn sie unterscheiden sich zum Teil erheblich voneinander.

Ein Beispiel:

30 Tage Sixpack Challenge vs. 30 Tage Squat (Kniebeuge) Challenge. Beide Challenges haben mit Sport zu tun. Und beide trainieren primär eine Muskelgruppe: Bauchmuskeln vs. Beine.

Der große Unterschied:

In der Kniebeuge ist fast der ganze Körper und damit alle Muskelgruppen zu einem gewissen Anteil im Einsatz. Dies siehst Du auch in folgendem Bild.

Die Bauchmuskeln allein sind dagegen eine extrem kleine Muskelgruppe. Ist die 30 Tage Sixpack Challenge Deine einzige sportliche Betätigung während dieser Zeit kann es schnell passieren, dass sich Dysbalancen ausbilden, da die Bauchmuskeln viel stärker geworden sind als sein Gegen-Part im unteren Rücken, die Rückenstrecker-Muskulatur.

Dies kann zu Verletzungen oder permanenten Rückenschmerzen führen.

Bitte nicht falsch verstehen:

Falls eine 30 Tage Sixpack Challenge zusätzlich zu einem ganzheitlichen Fitnessprogramm absolviert wird, ist das alles kein Problem. Problematisch wird es, wenn es keine ausgleichende Betätigung für die restliche Muskulatur gibt.

Deshalb sollten vor allem Anfänger lieber eine Challenge suchen, die den ganzen Körper gleichermaßen beansprucht.

Dies war nur ein Beispiel, was für große Unterschiede es zwischen den verschiedenen Challenges geben kann. Doch widmen wir uns nun den Mythen, die unabhängig von der spezifischen Challenge auf alle zutreffen und das erfolgreiche Abschließen verhindern können.

 

Mythos #1: In 30 Tagen unglaubliche Ergebnisse erzielen

Dieser Mythos ist wohl am häufigsten verbreitet.

Enorme Ergebnisse in kürzester Zeit. Wer ist auf dieses (leere) Marketing-Versprechen nicht schon einmal herein gefallen…

Und auch bei den 30 Tage Challenges gibt es häufig die Behauptungen, innerhalb von einem Monat schlank und muskulös zu werden oder zum Meditations-Guru zu mutieren (je nach Challenge, versteht sich 😉 ).

Auch wenn ich Dich ungern enttäuschen möchte:

So schnell geht es leider nicht. Veränderung braucht leider seine Zeit. So wie sich viele Menschen ihre überflüssen Pfunde nicht innerhalb von 30 Tagen einverleibt haben, so verlierst Du sie (leider) auch nicht innerhalb von nur 30 Tagen.

Ich habe trotzdem eine gute Nachricht für Dich.

Denn die sichtbaren Ergebnisse werden vermutlich nicht so groß ausfallen, wie Du Dir das vielleicht wünschen würdest. Dafür sind jedoch die spürbaren Ergebnisse umso beeindruckender! Und das ist es, worauf es letztendlich ankommt.

Um langfristig am Ball zu bleiben, müssen wir eine eindeutige positive Verbesserung mit der neuen Handlung assoziieren. Und genau das wird auch eintreffen, wenn Du Deine Erwartungen entsprechend anpasst. Anstatt Dich auf äußerliche Veränderungen zu konzentrieren, solltest Du Deinen Fokus darauf richten, wie viel besser Du Dich dadurch fühlst.

Hier sind ein paar der häufigsten Effekte, die eintreffen, wenn Du eine 30 Tage Challenge absolvierst:

  • Du wirst Dich stolz fühlen. Denn hast Dich bewusst dafür entschieden, etwas gutes für Dich und Deinen Körper zu tun.
  • Du wirst klarer im Kopf. Egal ob eine gesündere Ernährung, regelmäßiger Sport oder Meditation. Alle diese Maßnahmen helfen dabei das Stresslevel zu senken und einen klaren Kopf zu bekommen.
  • Du hast mehr Energie. Deine körperliche Energie steigt, wenn Du stärker wirst, Deinem Körper die richtigen Nährstoffe gibst und emotional ausgeglichener bist.
  • Du bist besser gelaunt. Ein stolzes Gefühl, mehr Vitalität und Energie und mehr Klarheit sorgen für eine bessere Stimmung. Nicht nur während oder nach der Challenge. Sondern auch im Alltag.

Ich hoffe Du stimmst mir zu, dass es durchaus lohnenswert ist, die oben genannten positiven Effekte zu spüren und tagtäglich zu erleben.

Und noch etwas: Ich habe nicht gesagt, dass die sichtbaren Effekte nicht eintreffen werden. Sie dauern nur länger als die Dauer der Challenge.

Das führt uns zu Mythos #2.

 

Mythos #2: Das Ziel der 30 Tage Challenge ist es, die Challenge erfolgreich abzuschließen

Die Überschrift zu diesem Mythos mag zunächst verwirrend klingen. Wieso sollte man denn eine Challenge, in der es darum geht 30 Tage lang eine bestimmte Sache durchzuführen, nicht erfolgreich abschließen?!

Nun, ich rede nicht davon, dass man die Challenge nicht erfolgreich abschließen sollte. Denn das sollte man tatsächlich tun.

Es geht viel mehr darum, dass das Ende der Challenge nicht das Ende der neuen Tätigkeit sein darf.

Ein Beispiel

Du führst eine 30 Tage Squat Challenge durch und schließt sie erfolgreich ab. Du hast in dieser Zeit etwas für Dich, Deinen Körper und Deine Gesundheit getan und fühlst Dich super. Vielleicht hat sich auch etwas auf der Waage getan.

Der falsche Ansatz:
Du bist zwar stolz darauf, die Challenge abgeschlossen zu haben, aber machst nicht weiter. Du verfällst in Deinen Alltagstrott ohne Sport wie das vor der Challenge der Fall war.

Meine ehrliche Meinung: Dann hättest Du Dir den ganzen Aufwand eigentlich auch „sparen“ können.

Der richtige Ansatz:
Besser wäre es, wenn Du das aufgebaute Momentum, dass Dir Sport inzwischen sogar etwas Spaß macht und Du Dich nicht jedes mal dazu zwingen musst, damit anzufangen, für Dich nutzt. Indem Du z.B. mit einer Sportart weiter machst, die Dich besonders interessiert oder Dir besonders Spaß macht. Oder aber Du meldest Dich im Fitnessstudio an oder suchst Dir einen Trainingsplan, den Du auch bequem von zuhause ausführen kannst.

Je nachdem, was Du bevorzugst.

Dass wir uns nicht falsch verstehen:

Es geht nicht darum, dass wir weiterhin jeden Tag Sport machen „müssen“. Es geht darum, den Umstand zu nutzen, dass wir uns nun daran gewöhnt haben und somit auf einmal Gefallen daran finden.

Denn Sport, Gesundheit, Wohlbefinden und schlank sein tritt leider nur dann (dauerhaft) ein, wenn wir es zu einer festen Gewohnheit in unserem Alltag gemacht haben. Wenn es so selbstverständlich für Dich geworden ist, wie das Zähneputzen.

Wenn Du dies verstanden und verinnerlicht hast, kannst Du die volle Kraft einer 30 Tage Challenge erst richtig für Dich nutzen!

Lass uns nun weitermachen mit Mythen, die dazu führen können, dass wir die Challenge gar nicht erst erfolgreich beenden, sondern stattdessen vorher das Handtuch werfen.

 

Mythos #3: Je schwerer & anstrengender die Challenge ist, desto besser

Challenges sind zu Beginn anstrengend und es erfordert Willenskraft, sie durchzuführen.

Soweit korrekt. Doch es ist ein großer Irrglaube, dass es gut ist, wenn die Challenge besonders schwer und anstrengend ist!

Der Grund hierfür ist eigentlich ganz einfach:

Je schwieriger & anstrengender die Challenge ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir sie vorzeitig abbrechen und nicht erfolgreich abschließen!

Dabei mag es sich gut anfühlen, wenn wir auch besonders schwierige Challenges anfänglich gut meistern, doch die 30 Tage können sich wie eine Ewigkeit anfühlen, wenn es jeden Tag „ein Kampf“ ist, damit weiterzumachen.

Und da wir inzwischen wissen, dass es nicht die Aufgabe der Challenge ist, innerhalb von 30 Tage enorme Ergebnisse zu erzielen (siehe Mythos #1), macht es überhaupt keinen Sinn, wenn wir unsere Chancen, die Challenge erfolgreich abzuschließen, absichtlich schmälern!

Merke Dir deshalb:

Mache die Challenge nicht schwieriger und herausfordernder, als sie sowiso schon ist. Es hat auf lange Sicht gesehen nur Nachteile.

Und damit kommen wir zum Mythos #4, der eng verwandt ist, mit dem eben Behandelten.

 

Mythos 4: Eine 30 Tage Challenge darf keinen Spaß machen

Auch dieser Mythos behandelt in gewisser Weise denselben Denkfehler wie Mythos #3. Deshalb nochmal zur Wiederholung, nur in abgewandelter Form:

Je weniger Spaß die Challenge macht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir sie vorzeitig abbrechen und nicht erfolgreich abschließen!

Spaß ist einer der besten Motivatoren, die es gibt. Wenn uns etwas Spaß bereitet, verlieren wir die Zeit dabei, sind im Hier und Jetzt und genießen das, was wir tun.

Wieso sollten wir es uns also absichtlicher schwerer machen als unbedingt nötig?

Deshalb als Tipp an Dich:

Wähle Dir eine Challenge aus, die Dir Spaß machen könnte. Wenn Du Dich zwischen zwei Challenges entscheiden musst, wähle diejenige aus, von der Du glaubst, dass sie für Dich einfacher umsetzbar und mit mehr Spaß verbunden ist.

Damit maximierst Du Deine Chancen auf einen erfolgreichen Abschluss der Challenge.

 

Mythos 5: Wir sollten durch die Challenge möglichst viel auf einmal ändern

Unsere Willenskraft ist eine begrenzte Ressource. Und je mehr Dinge wir gleichzeitig ändern, desto mehr Willenskraft benötigen wir. Das heißt, es wird umso schwieriger und anstrengender, je mehr Dinge wir auf einmal verändern möchten.

Wenn Du zwei Kaninchen gleichzeitig jagst, gehen Dir beide durch die Lappen.

– Russisches Sprichwort

Deshalb solltest Du durch eine 30 Tage Challenge nicht Dein komplettes Leben auf den Kopf stellen. Konzentriere Dich auf wenige Dinge aber führe diese dafür konsequent die ganze Zeit über durch.

Dadurch fühlt es sich für Dich weniger schwierig an und Du erzielst bessere Erfolge in diesen Bereichen.

Dass wir uns nicht falsch verstehen:

Wenn Du mehr machen möchtest und es nicht als zusätzliche Belastung ansiehst, darfst Du natürlich auch gerne mehr machen. Aber sieh es als Bonus an und nicht als weitere Tätigkeiten, die Du ausführen musst.

 

Mythos 6: Wir sollten Unbehagen und Schmerzen während der Challenge ignorieren

Weiter geht es mit einem Mythos, der nicht nur Dein weiteres Dranbleiben sabotieren kann, sondern unter Umständen sogar gefährlich und schädlich für Deine Gesundheit sein kann!

Ja, 30 Tage Challenges können an manchen Tagen unbequem sein und Dein Kopf wird Dir einreden wollen, dass Du „es heute Doch (nur dieses eine mal) ausfallen lassen kannst; das macht doch nichts!…“.

In diesen Momenten gilt es stark zu sein und sich nicht vom „inneren Schweinehund“ auf die falsche Fährte locken zu wollen.

Doch was ich Dir mit diesem Mythos vermitteln möchte ist etwas anderes:

Solltest Du körperliches Unbehagen oder sogar stechende Schmerzen spüren, solltest Du sofort und unverzüglich stoppen! Dein Körper versucht Dir mitzuteilen, dass gerade etwas nicht in Ordnung ist!

Verletzungen sind bei Sport-Challenges zwar unwahrscheinlich, aber natürlich nicht auszuschließen. Höre deshalb unbedingt auf die Signale Deines Körpers. Wenn Du Dich unwohl fühlst, mache stattdessen für diesen Tag nur eine verkürzte & einfachere Variante der Challenge. Denn es geht mehr darum, eine regelmäßige Routine aufzubauen als darum, sich bis auf’s Äußerste zu fordern.

Die eigene Gesundheit sollte immer und jederzeit an der ersten Stelle stehen!

 

Mythos 7: Wir sollten möglichst vielen Menschen davon erzählen, dass wir eine 30 Tage Challenge machen

Dieser letzte Mythos kann dazu führen, dass Du von allen Seiten Gegenwind bekommst, obwohl Du dadurch eigentlich genau das Gegenteil bezwecken wolltest. Und zwar Befürwortung, Anteilnahme und Unterstützung.

Lass mich Dir eine traurige Wahrheit sagen:

Die meisten Menschen wollen nicht, dass Du Dich änderst! Denn das ist so, als ob sie selbst den Spiegel vorgehalten bekommen. Wenn Du etwas aus Dir und Deinem Leben machen willst und sie dazu „keine Motivation finden“, fühlen sie sich dadurch automatisch minderwertig und werden versuchen, Dir Dein Vorhaben auszureden.

Doch das darfst Du ihnen nicht übel nehmen. Den meisten Menschen ist dieses Verhalten nicht einmal bewusst. Sie meinen es nämlich meistens sogar gut damit, wenn sie Dir Dinge sagen wie „Du willst abnehmen? Das hast Du doch gar nicht nötig!“ oder „Ach, das eine Stückchen Kuchen macht doch nichts!“.

Aber das ist alles halb so schlimm.

Denn es gibt eine Möglichkeit, wie Du doch Unterstützung durch Deine Freunde und Familie bekommen kannst.

  1. Erzähle nur den Menschen davon, die Dir nahe stehen und es wirklich gut mit Dir meinen. Viele davon werden Dich dabei unterstützen, egal welchen Weg Du gehst.
  2. Erzähle nicht nur von Deinem Vorhaben, sondern begründe es auch. Den meisten Menschen fehlt das nötige Hintergrundwissen oder sie kennen Deine persönlichen Überzeugungen und Einstellungen zu dem Thema nicht. Sobald sie Deine Argumente verstehen, werden sie Dein Vorhaben akzeptieren.

Doch wichtig: Versuche nicht, die anderen zu bekehren! gehe stattdessen mit gutem Beispiel voran. Sind sie selbst soweit, werden sie Dir schon irgendwann folgen 😉

 

Fazit

Es gibt einige Mythen, die sich um das Thema 30 Tage Challenges ranken. Dabei sorgen die meisten dafür, dass wir uns schwerer tun, als wir das müssten. Wir schmälern damit unsere Chancen, ohne es überhaupt zu bemerken.

Doch das muss nicht sein.

Mit dem richtigen Wissen und der geeigneten 30 Tage Challenge kann die Veränderung Spaß machen, unsere Gesundheit fördern und unser Leben bereichern.



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